Das Problem der Differenzierung, der Stufen, des immer wieder neu Entstehens und Vergehens bei Prauss.

 

Wenn dies alles einfach als das Praussche Intervall bezeichnet würde, denkt man unwillkürlich an so etwas wie Lichtgeschwindigkeit, bei der man aber bereits objektive d.h. durch ein Geschehen im Raum objektivierte Zeit voraussetzt, was zu den gleichen Widersprüchen führen muß, wie wir sie aus dem Umgang mit der Einsteinschen Lichtgeschwindigkeit kennen.

Natürlich dürfen wir die Stufen bei Prauss wie nicht anders das »immer wieder neu Entstehen und Vergehen« nicht als objektiv oder empirisch zeitliches Nacheinander auffassen. Dies ist uns in der Mathematik durch Gewöhnung selbstverständlich, wenn wir z.B. sagen »Punktrechnung geht vor Strichrechnung«, wenn wir

1+2 mal 3+4 eben nicht als 3 mal 7

sondern als 1+6+4=11

errechnen, wobei in »11« dann eben kein Zeitfaktor im Sinne von Punktrechnung vor Strichrechnung eingefangen oder vorausgesetzt ist, sondern nur ein logischer bzw. begrifflicher Zusammenhang.